UMWELT & GESUNDHEIT 1-2026

Ausgabe 1-2026 beschäftigt sich mit dem Thema „Duftstoffsensitivität“. Nicht nur die Natur, sondern vor allem die Mitmenschen verströmen Gerüche, die ihnen von Kosmetik- und Reinigungsmittelherstellern als angenehm und notwendig verkauft werden. Nun ja, der natürliche Körpergeruch ist nicht für Jeden angenehm, aber zunehmend abschreckend empfinden es immer mehr Menschen, wenn sie von einer fremden Parfumwolke umweht werden. Auf die Duftstoffproblematik hatten Expertinnen und Experten des Allergievereins in Europa e.V. – AVE – bereits vor 14 Jahren umfassend informiert. Das Thema ist nach wie vor brisant. In unserem Schwerpunktartikel weiht uns Heidi Wagner in die unbekannten Schattenseiten der Düfte ein. Sie stellt eine aktuelle Studie vor, in der verdeutlicht wird, wie massiv die Gesundheit und Lebensqualität vieler duftstoffsensibler Personen darunter leidet. Leider werden diese Menschen von Politik, Behörden und selbst Institutionen im Gesundheitswesen auch heute noch unzureichend geschützt.

Der zweite Schwerpunkt dieser U&G-Ausgabe widmet sich Schimmelpilzen. Penicillium, ein Pinselschimmel, ist die Mikrobe des Jahres 2026. Dessen Produkte haben ebenso wie Duftstoffe Licht- und Schattenseiten. Als bekannteste positive Eigenschaft gilt die Entdeckung des Antibiotikums Penicillin vor fast 100 Jahren. Mit dieser Medikamentengruppe konnte Millionen Menschen das Leben gerettet werden. Doch außerhalb der Pharmabranche hat auch die Nahrungsmittelindustrie den Pinselschimmel als Geschmackskomponente von Camembert, Brie und Roquefort eingeführt. Im Verborgenen agieren Enzyme auch in der chemischen Industrie bis hin zur biologischen Sanierung von Schadstoffen und Altlasten. Fraglich ist und bleibt der Einsatz von Enzymen, auf die hochgradige Schimmelpilzallergikerinnen und -allergiker reagieren können.

Schwerpunkthemen

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